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Im „Handelsblatt“ hat sich der Chef der Finanzaufsicht BaFin, Felix Hufeld, kritisch über den Zustand einiger deutscher Lebensversicherer geäußert. Eine zweistellige Zahl werde eng beobachtet, Marktaustritte seien möglich. Und auch der Garantiezins ist wohl nicht zu halten.

Normalerweise äußern sich Finanzaufseher eher vorsichtig, wenn sie in der Öffentlichkeit über die Lage der von ihnen kontrollieren Branchen sprechen. Zu groß ist die Gefahr, dass ein unbedachtes Wort Kunden zu Kündigungen bewegen und Verwerfungen an den Kapitalmärkten auslösen könnte. Umso erstaunlicher ist es, welche klaren Worte der Chef der deutschen Finanzaufsicht BaFin nun gegenüber dem „Handelsblatt“ für die Lebensversicherungsbranche fand.

Zweistellige Zahl von Versicherern in „Manndeckung““

In einem Interview mit der Wirtschaftszeitung räumt Felix Hufeld unumwunden ein, dass der Druck auf die Versicherungsbranche enorm sei. „Kurz- bis mittelfristig bleibt die Kapitalausstattung unseren Prognosen zufolge zwar stabil. Die langfristigen Folgen sind aber extrem schwer einzukalkulieren“, sagte Hufeld. Und dann kommt ein beunruhigender Satz: „Ich kann nicht ausschließen, dass einzelne Lebensversicherer aus dem Markt ausscheiden werden.“ Das bedeutet: Sie könnten pleite gehen oder das Geschäft vorher aufgeben.

 Bei mindestens einem Dutzend Gesellschaften scheint die Kapitaldecke bereits arg dünn zu sein. Auf die Frage, wie viele Versicherer die Bafin wegen ihrer Lage in Manndeckung genommen habe antwortete der BaFin-Chef: „Das ist eine zweistellige Zahl.“ Den Begriff „Manndeckung“ in Zusammenhang mit der engeren Aufsicht hatte Hufeld vor Jahresfrist selbst geprägt.

Garantiezins auf Dauer nicht zu halten

Um das zu vermeiden habe die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, kurz BaFin, in den vergangenen Jahren die Zinszusatzreserve ins Spiel gebracht. Sie zwingt die Versicherer seit 2011, ihre in der Vergangenheit gegebenen Garantieversprechen nachträglich besser zu unterfüttern. „Per Ende 2015 haben sich dort immerhin 32 Milliarden Euro angesammelt“, sagte Hufeld. Er erwarte 2016 einen weiteren Anstieg um mehr als zehn Milliarden Euro.

Trotzdem sind die Versicherer offenbar nicht in der Lage, dauerhaft auch nur den aktuellen Garantiezins von 1,25 Prozent zu erwirtschaften. „Es versteht sich von selbst, dass 1,25 Prozent Zinsen auf Dauer nicht zu halten sind, wenn die Zinsen so niedrig bleiben, wie sie aktuell sind“, sagte Hufeld. „Das ist ganz klar.“ Er habe daher „eine gewisse Sympathie für einen deutlicheren Schritt“.

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