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Seit dem Brexit-Votum befinden sich Bankaktien im freien Fall. Investoren verkaufen panisch. Wegen der fahrlässigen Verquickung von Banken und Staaten fürchten sie die Gefahr des „Doom Loop“.

Wer sich dieser Tage die Charts europäischer Bankaktien anschaut, könnte den Eindruck gewinnen, dass nicht nur Großbritannien für einen Ausstieg aus der Europäischen Union (EU) votiert hat. Stattdessen finden sich auch die Großbanken Italiens ganz weit vorn auf den Verliererlisten wieder. Seit dem Austrittsvotum der Briten am vergangenen Freitag haben Unicredit, Mediobanca & Co. rund 30 Prozent an Wert eingebüßt und damit kaum weniger als die stark gebeutelte Konkurrenz aus Großbritannien. Zum Wochenstart fiel die Aktie des italienischen Branchenprimus Unicredit mit 1,89 Euro auf ein Rekordtief. In ganz Europa befinden sich die Bankaktien im freien Fall. Im Schnitt verloren die Titel ein Fünftel ihres Wertes.

Die Brexit-Turbulenzen an den Börsen erinnern unwillkürlich an das Bonmot von Star-Investor Warren Buffett: „Erst wenn die Ebbe kommt, sieht man, wer nackt schwimmt.“ Besonders nackt stehen demnach die traditionell ertragsschwachen italienischen Banken da. Und doch sind sie womöglich nur der Vorbote für ein viel gravierenderes Problem mit globalen Konsequenzen. Jetzt rächt sich, dass die Politik die Zeit seit der Finanzkrise nicht genutzt hat, um die fatale Verquickung zwischen Banken und Staaten zu lösen – und damit genau jenen Auslöser zu entschärfen, der in den vorangegangenen Krisen Euro-Länder wie Irland und Spanien fast in den Ruin getrieben hat.

Das Problem: Die meisten Banken haben in ihren Bilanzen nach wie vor große Mengen an Staatsanleihen. Nach einer Analyse der Ratingagentur Standard & Poor’s haben die Banken in Europa ihren Bestand an Staatsanleihen seit dem Tief im September 2008 von damals 355 Milliarden Dollar auf jetzt 791 Milliarden Dollar mehr als verdoppelt. Damit geraten beide Seiten in eine fatale Abhängigkeit. Fallen Staaten, dann fallen auch die Banken, geht es den Banken schlecht, kauft niemand mehr die Staatsanleihen.

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