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Die extrem niedrigen Zinsen hinterlassen deutliche Spuren in der Sparmoral der Deutschen. Beim Sparen ist Deutschland längst nicht mehr Weltmeister. Minizinsen lassen viele am Sinn dieser Tugend zweifeln. 80 Prozent der Bundesbürger können sich sogar vorstellen, ihr Konto ganz zu räumen. Rund ein Viertel der Bundesbürger hat nach einer Umfrage des Bankkonzerns ING im vergangenen Jahr sein Sparverhalten wegen des Niedrigzinsumfelds verändert. Den Titel „Spar-Weltmeister“ haben die Deutschen demnach ohnehin schon lange verloren. Mit einem Sparer-Anteil von 64 Prozent liegt Deutschland lediglich noch im europäischen Mittelfeld. Ein gutes Drittel der befragten Deutschen gibt dagegen an, über keinerlei Ersparnisse zu verfügen. In Ländern wie Luxemburg (86 Prozent), den Niederlanden (78 Prozent), Großbritannien (72 Prozent) und sogar Frankreich (70 Prozent) liegt der Anteil der Menschen, die Geld zurücklegen, inzwischen deutlich höher als hierzulande.

Dies liegt nicht zuletzt an der Europäischen Zentralbank (EZB), die mit ihrer Politik des billigen Geldes dafür sorgt, dass mit Geldanlagen derzeit kaum noch attraktive Renditen zu erwirtschaften sind. Wie von der Notenbank beabsichtigt, scheinen viele in einer solchen Situation ihr Geld eher in den Konsum zu stecken. Ein Drittel der Deutschen mit gesunkenen Ersparnissen gab laut ING-Studie an, das Geld für Anschaffungen verwendet zu haben. Weitere 26 Prozent erklärten, dass sie trotz stabiler Einkommenssituation den Anteil ihrer Ersparnisse vermindert hätten. Sparen erscheint bei Renditen nahe der Nulllinie manchen einfach nicht mehr sinnvoll zu sein.

Negative Renditen schrecken die Sparer

Der endgültige Abschied vom traditionellen Sparen könnte dann drohen, wenn es auch bei Spareinlagen für Privatkunden zu Negativzinsen kommen sollte. Der Unterschied zwischen keinem Ertrag und negativen Renditen auf Rücklagen scheint in der Anlegerpsyche eklatant. Ganze 80 Prozent der Deutschen erklären, in einem solchen Fall ihr Geld vom Sparkonto abheben zu wollen. Auch in Österreich (91 Prozent), Luxemburg (89 Prozent) und vielen anderen europäischen Ländern würde es nach den Ergebnissen der Umfrage zu einem wahren Ansturm auf die Banken kommen. Und zwar ohne, dass darauf ein von der Notenbank gewünschter Kaufrausch folgen würde.

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