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Im vergangenen Jahr haben Kriminelle in rund 70.000 Fällen Computer und Internet als Tatwaffen verwendet. Besonders oft haben es Betrüger auf EC-Karten abgesehen. Das Phänomen bereitet den Ermittlern zunehmend Sorgen.

Die Computer- und Internetkriminalität ist in Deutschland um 5,2 Prozent zurückgegangen. Laut Polizeilicher Kriminalstatistik (PKS) wurden 2015 bundesweit 70.068 Fälle registriert. Bei vereinzelten Delikten gab es starke Steigerungen, berichtet die „Welt am Sonntag“.

Hochkonjunktur hatte der Betrug mit gestohlenen EC-Karten. Mit diesen gehen Betrüger per Lastschriftverfahren einkaufen. Insgesamt zählte die Polizei im vergangenen Jahr 18.487 solcher Delikte. Das ist ein Anstieg von fast 15 Prozent. Das Phänomen bereite den Ermittlern Sorge, schreibt die Zeitung.

Ermittler meldet Rückgang bei Cyber-Sabotage

Mit 37,6 Prozent wurde bei der Computersabotage (3537 Fälle) das größte Minus verzeichnet. Hierbei werden Datenverarbeitungsanlagen gekapert und Trojaner installiert. Bei dem Delikt „Ausspähen und Abfangen von Daten“ wurden 9629 Fälle registriert – ein Minus von 19 Prozent. Dazu gehören das Abzapfen von geschützten Netzwerkleitungen und das heimliche Mitlesen von Daten.

 Experten kritisieren jedoch, dass die Statistik nur einen Bruchteil der tatsächlichen Taten erfasst. Der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) schätzt, dass die Dunkelziffer etwa 90 Prozent beträgt. Der für IT zuständige BDK-Bundesvorstand Michael Marufke sagte der „Welt am Sonntag“: „Das Dunkelfeld ist hoch: Es wird nur ein Bruchteil der Straftaten angezeigt. Und viele Geschädigte merken gar nicht, dass sie Opfer von Attacken geworden sind.“

Polizei ist nicht ausreichend gerüstet

Die Polizei sei nicht gut gerüstet: „Die Internetkriminalität ist für die Polizei immer noch ein relativ neues Phänomen, für das die Werkzeuge, Personal und wirksame Gesetze fehlen.“ Cybercrime-Ermittler hätten es deshalb schwer, rechtskräftige Beweise zu erheben und Täter zu überführen.

 Der Branchenverband Bitkom beurteilt die Statistik ebenfalls kritisch. „Für die erfolgreiche Bekämpfung von Cybercrime brauchen wir zuallererst ein realistisches Bild der Gefährdungslage und der Trends bei bestimmten Delikten“, sagte Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder der Zeitung.

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