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Krisenfreier Kapitalismus – ein Märchen

Die Hauptursache der aktuellen Finanzkrise liegt in der um sich greifenden Versuchung, Geld nur mit Geld und nicht mit Wertschöpfung von Waren und Dienstleistungen zu verdienen. Besonders schwerwiegend ist die Tatsache, dass diese Entwicklung auch noch mit geliehenem Geld verschlimmert wurde. Diese  Mentalität der Ohne-Wert-Schöpfung  breitet sich in unserer Gesellschaft wie ein Krebsgeschwür aus.  Die Ausrichtung des Unternehmenserfolges auf eine Maximierung des Gewinns, hat die Fehlleitung von wirtschaftlichen Ressourcen, die heute unter anderem in der Zerstörung unserer Umwelt sichtbar werden, hervorgerufen. Diese Gewinnorientierung verhindert Investitionen und Innovationen. Gewinn und Wachstum sind wichtige Kennzahlen auf dem Weg zu wirtschaftlichem Erfolg, aber sie genügen bei weitem nicht. Sie sind nicht die Ziele wirtschaftlicher Aktivität, sondern die Folge.

Was in den letzten Jahren an den Finanzmärkten geschah,  hat nichts mit Verantwortung und Nachhaltigkeit zu tun : Völlig sorglos wurden Risiken auf dem Hypothekenmarkt angehäuft, die unweigerlich zu einem Zusammenbruch geführt haben, der sich mittlerweile auf alle Bereiche der Finanzwelt ausgeweitet hat. Menschen verloren ihr Eigenheim, Privatanleger Tausende Milliarden, Banken stürzten in die Zahlungsunfähigkeit.

Homo oeconomicus

Die landläufige Meinung ist, dass Krisen nur durch äußere Faktoren, wie Kriege oder Katastrophen, ausgelöst werden können, die mit der Wirtschaft als solches nichts zu tun haben. Finanzkrisen gehören zum kapitalistischen Wirtschaften. Sie entstehen aus dem System selbst heraus. Kurz gesagt: Im Kapitalismus ist die Krise immer vorprogrammiert. Die Beständigkeit der Krisen und die daraus resultierenden Zusammenbrüche widersetzen sich der heiligsten Hypothese, auf der die gesamten Wirtschaftswissenschaften aufgebaut sind: Märkte sind rational, sie werden vom völlig rationalen Homo oeconomicus gesteuert. Das Konzept des „Homo oeconomicus“, definiert als „rational handelndes Individuum ist der psychologische Grundpfeiler der Wirtschaftswissenschaften. Das bedeutet, dass der Mensch eine bestimmte Vorstellung davon hat, wie die Ökonomie funktioniert und dass er keine systematischen Fehler bei der Verarbeitung von Informationen begeht. Er ist zu jeder Zeit in der Lage die Wahrscheinlichkeit zukünftiger Ereignisse auf der Grundlage aller verfügbaren Informationen auszurechnen. Menschen wissen nie genau, welches ökonomische Modell wahr ist und welche Folgen ihre Handlungen haben. Daher neigen sie dazu, sich den anderen anzupassen. Und so kann sich die ökonomische Realität ganz anders entwickeln als gedacht und den Menschen schnell um die Ohren fliegen.

Wirtschaft ist eine Denkweise

Das Ponzi-Schema erinnert an das bekannte Kinderspiel „Die Reise nach Jerusalem“. Man ordnet Stühle im Kreis an, und zwar einen Stuhl weniger als Teilnehmer. Sobald der Spielleiter die Musik ertönen lässt, müssen sich alle im Kreis um die Stühle bewegen. Der Spielleiter stoppt die Musik zu einem willkürlichen Zeitpunkt; dann muss jeder Teilnehmer versuchen, sich möglichst schnell auf einen freien Stuhl zu setzen; es bleibt am Schluss immer ein Teilnehmer stehen und scheidet aus. Ziel des Spiels ist es, einen Gewinner zu ermitteln. Leider kennt unser heutiges Finanzsystem auch nur ein paar wenige Gewinner. Die breite Masse der Investoren wird in dieser Art von Geldsystem immer auf der Strecke bleiben. Daher kann es heute für den Investor nur darum gehen, dieses Spiel nicht mitzuspielen und sich auf Anlageformen zu konzentrieren, die nicht beliebig vermehrbar und manipulierbar sind. Diese Anlagemöglichkeiten bieten die Chance, sein Vermögen zu sichern.

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