+49 (0) 35 752 - 94 95 12 info@geldeiszeit.de

Ein Sicherungsfonds kann Verträge übernehmen, aber nur im Krisenfall kleiner Lebensversicherungen. Als im Jahr 2008 Banken durch die Finanzkrise ins Straucheln kamen, fragten sich viele Verbraucher, wie sicher ihr Erspartes bei den Instituten ist. Damals versprach Bundeskanzlerin Angela Merkel: „Wir sagen allen Sparerinnen und Sparern, dass ihre Einlagen sicher sind.“ Auch an den Versicherern ist die Krise nicht spurlos vorbeigegangen. Vor allem die Lebensversicherer kämpfen mit den dauerhaft niedrigen Zinsen. Es fällt ihnen zunehmend schwer, die Rendite zu erwirtschaften, die sie ihren Kunden versprochen haben. Wenn sie die Garantien nicht anders bereitstellen können, müssen sie ihre Eigenmittel anzapfen. Eine mögliche Folge: die Insolvenz. Viele Kunden wissen nicht, was dann mit ihren Beiträgen passiert.

Wie wahrscheinlich ist es überhaupt, dass mein Versicherer pleitegeht?

Es sei naheliegend, dass der ein oder andere Anbieter in Schwierigkeiten gerät, sagt der Rechtsanwalt Thomas Leithoff von der Arbeitsgemeinschaft Versicherungsrecht. „Wenn die Zinsen noch fünf oder sechs Jahre so niedrig bleiben, wird eine ganze Reihe von Versicherern nicht mehr genug Zinseinnahmen und Reserven haben, um alle vertraglich zugesagten Leistungen zu decken“, sagt er.

Was passiert in einem solchen Fall der Insolvenz mit den dort angesammelten Beiträgen und Überschüssen?

In Deutschland gibt es seit 2002 mit Protektor einen gesetzlichen Sicherungsfonds für die Lebensversicherung. Die Gesellschaft soll Kunden von Lebensversicherern vor den Folgen einer Insolvenz ihres Anbieters schützen. Strauchelt ein Unternehmen, übernimmt Protektor auf Anordnung der Finanzaufsicht Bafin die Verträge. Diese werden fortgeführt, die Leistungen für Altersvorsorge und Risikoschutz bleiben erhalten, ebenso wie die bereits gewährten Gewinnbeteiligungen. Die Verträge können nach erfolgreicher Sanierung an einen anderen Versicherer übertragen werden. Der marode Versicherer selbst wird von Protektor nicht saniert.

Welche Vertragsarten können von Protektor aufgefangen werden?

Geschützt sind Besitzer von kapitalbildenden Lebensversicherungen, Risikolebensversicherungen, privaten Rentenversicherungen und fondsgebundenen Lebenspolicen. Verträge von Pensionskassen, die Protektor freiwillig beigetreten sind, können ebenfalls vom Schutz profitieren. Er greift allerdings nur, wenn der Vertrag bei einem deutschen Lebensversicherer oder einer deutschen Niederlassung eines Versicherungsunternehmens innerhalb der EU oder des Europäischen Wirtschaftsraumes geschlossen wurden. Für deutsche Kunden eines Versicherers außerhalb dieses Raumes ist Protektor nicht zuständig.

Lesen Sie hier, den ganzen Artikel auf sueddeutsche.de >> weiterlesen

Wenn Sie Alternativen kennenlernen möchten, besuchen Sie eines unserer Seminare oder sprechen Sie uns direkt unter 0357 52 – 94 95 10 an!