+49 (0) 35 752 - 94 95 12 info@geldeiszeit.de

Diese Geldanlage sei ein Alleskönner. Gut für den Boom, gut für den Crash. So wurde das meistverkaufte Produkt der letzten Jahre beworben. Sein wahres Gesicht zeigte sich im jüngsten Aktien-Sturz. Mischfonds werden von Banken gerne als „Stabilisator in rauen Börsenzeiten“ verkauft. Die Lobpreisungen unterscheiden sich kaum zwischen einzelnen Instituten, das Versprechen an die Kunden klingt stets ähnlich: Die Manager dieser Fonds sind in der Lage, durch eine geschickte Kombination von Aktien und Anleihen hohe Verluste zu vermeiden. Doch das ist falsch.

Die vermeintlichen Wunderprodukte bieten keinesfalls mehr Sicherheit, wenn die Ausschläge an den Kapitalmärkten besonders hoch sind. Das zeigt eine Auswertung des unabhängigen Analysehauses Feri EuroRating Services. „Viele Mischfonds konnten im Zuge der Kurseinbrüche der vergangenen acht Monate ihr Versprechen nicht halten“, sagt Vorstandssprecher Tobias Schmidt. Starke Kurseinbrüche stellten gerade Mischfonds vor eine harte Bewährungsprobe, die nur wenige bestehen. Bei den verwandten Absolute-Return-Fonds fällt die Bilanz kaum besser aus. Hier lautet das Versprechen sogar, dass der Fonds dem Anleger stets positive Erträge liefert, also noch sicherer ist. Die Wertentwicklung der untersuchten Mischfonds zwischen Anfang Juni 2015 und Ende Januar 2016 ist ernüchternd. Weltweit anlegende Produkte kamen in dem Zeitraum auf ein Minus von knapp 9,5 Prozent. Das ist wohlgemerkt der Durchschnittswert. Die Extreme gehen noch weitaus tiefer: Anleger, die besonders viel Pech bei der Fondsauswahl hatten, mussten einen Negativausschlag von 40 Prozent hinnehmen.

Milliarden in Mischfonds

Die wahre Brisanz dieser Zahlen wird bei einem Vergleich mit den vermeintlich sehr viel riskanteren Aktienfonds deutlich. Das durchschnittliche Minus in dieser Fondsgruppe beträgt zwar knapp 13 Prozent und damit mehr als bei den Mischfonds. Doch die Gefahr, danebenzuliegen, ist für den Anleger deutlich geringer: Wer in den turbulenten Zeiten seit Juni 2015 auf einen weltweit anlegenden Aktienfonds gesetzt hatte, erlitt im schlimmsten Fall einen Verlust von 27 Prozent. Viele Anleger werden sich ärgern. Gerade in den vergangenen drei Jahren verkauften Banken und andere Finanzvertriebe vor allem Mischfonds. Es gab wohl kaum einen Wertpapierberater im Land, der die entsprechenden Produktinformationen nicht vor seinen Kunden ausbreitete.

Lesen Sie hier, den ganzen Artikel auf welt.de >> weiterlesen

Wenn Sie Alternativen kennenlernen möchten, besuchen Sie eines unserer Seminare oder sprechen Sie uns direkt unter 0357 52 – 94 95 10 an!