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Erst litten nur die Investoren unter der Geldpolitik der EZB. Jetzt trifft sie auch die Bürger: Sparer, Lebensversicherte und Beitragszahler der Krankenkassen. Was steht den Deutschen nun bevor?

Der Strafzins kommt im Alltag der Deutschen an. Hatten bislang vor allem Sparer oder Lebensversicherte Grund zur Klage, verlieren jetzt die Beitragszahler der Sozialversicherungen Geld. So musste der Gesundheitsfonds, der die Beiträge für die Krankenkassen sammelt und an sie verteilt, im vergangenen Jahr erstmals Strafzinsen an seine kontoführenden Banken zahlen. Beiträge der Beschäftigten und Arbeitgeber in Höhe von 1,8 Millionen Euro kamen so bei den Kassen gar nicht erst an, meldete die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“. Auch andere Sozialversicherungsträger wie die Rentenversicherung hätten inzwischen Probleme, die hohen Barreserven ohne Verluste für die Kunden sicher zu parken.

Noch nicht ganz so schlimm ist die Lage bei der privaten Krankenversicherung. Zwar müssen hier auch Milliarden der Versicherten angelegt werden. Jedoch ist das Zinsergebnis wegen der langfristigen Anlagen positiv, sagt Stefan Reker, Sprecher beim Verband der Privaten Krankenkassen (PKV). „Eine Negativverzinsung gibt es vielleicht einmal als durchlaufenden Posten bei einzelnen Anbietern. Im Schnitt erwirtschaften die privaten Krankenversicherer aber eine Nettoverzinsung von 3,5 Prozent“, sagte Reker der „Welt“. Allerdings sind auch privat Krankenversicherte vom Zinsumfeld tangiert. Nach einer Faustformel müssen die Kunden für jeden Prozentpunkt, den ihre Versicherung mit ihren Anlagen weniger verdient, mit einer Beitragserhöhung von rund zehn Prozent rechnen.

Grund ist die Geldpolitik der Europäischen Notenbank (EZB). Damit das Geld in die Realwirtschaft kommt, verlangt sie seit Juni 2014 Strafgebühren von den Banken, die ihre überschüssige Liquidität bei der Notenbank horten wollen. Auf den Interbankenmarkt können die Institute nicht ausweichen. Früher kassierte eine Bank, die einer anderen Bank Geld leiht, üblicherweise Zinsen. Jetzt muss sie dafür etwas drauflegen. Das Eonia-Barometer, das den Durchschnittszins dieser Verleihungen in Europa angibt, notiert seit September 2009 beinahe ununterbrochen im negativen Terrain.

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